Wie du herausfindest, was du in deinem Arbeitsleben willst (wenn du es vor lauter “Chef und Kunden” vergessen hast)

2017. 11. 21. -

“Arbeit ist das halbe Leben”, sagt man. Wenn wir so viel Zeit arbeitend verbringen, weshalb tun wir dann, was wir tun?

“Weil es sich so ergeben hat und es der Zufall scheinbar so wollte”, denken die einen.

“Weil wir darin aufblühen und unsere vollen PS auf die Strasse bringen”, freuen sich die anderen.

Dieser Blogpost ist jedoch nicht für die anderen. Er ist für mich. Ob er auch für dich ist, findest du gleich heraus, wenn du weiterliest:

Tu, was dich glücklich macht und begeistere damit andere

Erinnerst du dich an diese Frage….:
“Was willst du einmal werden?”
“Glücklich!” (…und an den Gesichtsausdruck der Erwachsenen, weil deine Antwort für sie nicht wirklich zählte. Weil das, was sie hören wollten, keine Gefühls-, sondern ein Berufsbezeichnung war mit Grossbuchstabe am Anfang und anständigem Monatsgehalt x 13).

Damals im Kinderzimmer, auf dem Baumhüsli oder im Wald beim Spielen: Wir lernten intuitiv, wie man sich im Moment verliert, indem man mit ihm verschmilzt, wenn man aufgeht in dem, was man tut. So, dass wir nicht einmal spürten, dass wir hungrig, durstig oder müde waren, warm oder kalt hatten. Weil nur das zählte: eins zu sein, mit dem, was ist. Weil wir uns ganz vollkommen fühlten.

Höchste Zeit, die Kindheitserinnerungen an jene Glücksmomente aus deinem Herzen hervorzukramen: Was war es, was dir damals Flügel verliehen hat? Wer müsstest du sein, was müsstest du tun bei deiner Arbeit, um dieses Glücksgefühl wieder zu erleben?

Die Erwachsenen von damals mögen sie nicht gekannt haben, die leidenschaftliche Beraterin, die ihre Kunden mit ihren Resultaten beflügelt oder die strahlende Entwicklerin des nachhaltigen Fahrzeugs der Zukunft. Aber du, du kannst sie kennenlernen. Du kannst sie sein!

Werde dir deiner Stärken wieder bewusst!

Quelle: http://www.abcund123.de/fisch-auf-dem-baum/

Erwachsene wollten (meistens) das Beste für uns. Eltern, Lehrer, Ausbildner. Und weil sie es für das Beste hielten (da sie es nicht besser wussten), wollten sie, dass wir nach guten Noten streben. Denn wer gute Noten hat, dem stehen alle Türen offen, so die weit verbreitete Attitüde.

Nach vollendetem 6. Lebensjahr wurdest du also ins Bildungssystem gesteckt. Du konntest fortan nicht mehr einfach das tun, was dich aufblühen lässt.

Stattdessen blühte dir, dich auf das zu konzentrieren, von dem andere bestimmt haben, dass es wichtig für dich sei (wie für alle anderen auch, so, als ob wir alle gleich wären).

Mittels Notenvergabe wurde systematisch eruiert, wie gut du bist. Doch was bildete uns dieses Bildungssystem eigentlich ein? Hat es dich am Ende vergessen lassen, wofür dein Feuer einst brannte und auf deine Schwächen gebaut? Musstest du immer und immer wieder krampfhaft versuchen, deine Schwächen für eine Notenzahl, in Stärken zu verwandeln?

Hast du am Ende die hohe Gebühr bezahlt dafür, deine Stärken und Talente vor dem Tor der Vergessenheit zu deponieren?

Keine Sorge, sie sind immer noch da, ganz bestimmt! Sie können gar nicht weg, weil sie in dir stecken, weil sie ein Teil von dir sind, weil sie dich ausmachen. Sie sind bloss etwas verstaubt und verrutscht.

Deshalb ist es höchste Zeit, dass du sie hervorkramst und ihnen wieder die Luft zum Atmen gibst, die sie brauchen. Um dir den Antrieb zu verleihen, den du dir wünschst! Du hast es in der Hand, deinen Arbeitstag heute einzigartig zu machen, indem du etwas tust, was du noch nie getan hast. Etwas, das dein Herz höher schlagen lässt. Etwas, das dich beschwingt mit diesem Übermut von damals.

Wähle dich selber aus

Dann, nach 9 obligatorischen Schuljahren standest du vor der Entscheidung, was du arbeiten wirst. Kennst du diese Frage: “Was machst du?” In unseren Breitengraden steht sie für “Womit verdienst du dein Geld?” (diese Frage folgt erfahrungsgemäss unmittelbar auf die Frage, wie du heisst).

Nun hast du also die Qual der Wahl. Bloss, wie hättest du diese Frage beantworten sollen, nachdem dir 9 Jahre lang vorgeschrieben worden ist, was du tun musst, worüber du nachdenken, was du lesen, schreiben und wissen musst?

Du versuchtest also eine vernünftige Entscheidung zu treffen und wähltest zwischen Büro, Labor, Lehrstuhl irgendetwas aus, das du noch nie gemacht hast (bis auf die 2 Schnuppertage, bei denen du das Gestell einräumen musstest).

Du schicktest Bewerbungen raus und wartetest darauf, dass dich jemand auswählt.

Diese Hoffnung, dass dich jemand auswählt, wurde zu deinem ständigen Begleiter.

Denn vor lauter Bevormundung hast du gewissermassen verlernt, dich selber auszuwählen. Für alles und jedes braucht es das Ok vom Chef. Ohne ihn geht gar nix mehr. Für ihn tust du (fast) alles, denn du willst Ende des Monats deinen Lohn und am Jahresende im besten Fall eine Lohnerhöhung (plus in ein paar Jahren eine Beförderung). Ja keinen Tolggen im Arbeitszeugnis (falls du die Stelle mal wechselst solltest). Also Erwartungen erfüllen und liefern, was von dir verlangt wird.

Pööööööööööiieeeeeeppppp (das ist dieser ekelhafte Ton, der erklingt, wenn jemand die falsche Antwort gedrückt hat):

Raus aus dem Wartezimmer, in dem dich niemand aufruft. Wähle dich selbst aus! Warte nicht darauf, dass dies jemand anders tut. Denn niemand wird es tun. Sei die einzigartige Hauptdarstellerin deines Arbeitslebens und mache daraus dein Lebenswerk. Welches ist die Geschichte, die du einmal über dich erzählen willst? Lebe sie von heute an. Warte keinen einzigen Tag länger zu!

Sei anders. Sei du!

Oder willst du, dass die Welt im Einheitsbrei untergeht?

Deine Träume von damals, Kindern das zu lehren, was sie fürs Leben brauchen, dafür zu sorgen, dass Menschen erst gar nicht krank werden oder dass sie beim Zugfahren glücklich sind, ein neues ökologisches Fahrzeug zu entwickeln oder Leben auf den Mars zu bringen…

…egal was du geträumt hast – deine Träume waren möglicherweise bis gerade eben weiter weg als der Mars selbst.

Vergessen gegangen in den Wirren der Vergangenheit.

Vielleicht warst du sogar froh darum, denn wer anders ist und das zeigt, liefe ja Gefahr, verletzt zu werden. Vielleicht hattest du Schiss, sie hervorzukramen, Schiss vor dem, was du imstande bist, aus ihnen zu machen.

Hast du dir deshalb bereits die nötigen Masken besorgt, um gleich auszusehen, wie die anderen? Du stimmst in dasselbe Geläster ein, lachst über dieselben Witze, um nicht aufzufallen und das Gefühl zu haben, du gehörst dazu? Auch wenn du tief in dir drin immer anders sein wirst. Und ehe es du dir versiehst, bist du kaum von den anderen zu unterscheiden.

Das System, das irgendwann zu Beginn des Industriezeitalters erschaffen und laufend professionalisiert wurde, ist zum Raum geworden, in dem du dich bewegst (dieses System lässt ausserhalb auch keine grossen Sprünge zu, denn wenn das so ist, dann verkaufst du ja den grössten Teil deiner Lebenszeit deinem Arbeitgeber und nach dem Feierabend bist du damit beschäftigt, die daraus gewonnene Unzufriedenheit und Wut zu balancieren).

Du machst die Weiterbildungen, die man halt so macht, aber so richtig glücklich, so voller Lebensfreude wie damals, bist du schon lange nicht mehr gewesen (vom übermütig sein ganz zu schweigen).

Sei du. Sei anders! Hätte dein Lieblingsschauspieler seine Rolle genau so spielen können, wenn er wäre, wie die anderen? Nein!

Starte heute damit, die beste Version von dir selbst zu sein. Jene Version, die du nur sein kannst. Die besser ist, als du es dir je hättest vorstellen können.

Denn niemand anders könnte genau so sein, es genau so tun, wie du.

Deshalb braucht es dich. Hier. Jetzt!

Du wirst merken, dass dir Menschen sehr bald dafür danken. Und dann sag bitte niemals, du hättest bloss deinen Job gemacht. Denn das bist du mit deiner Einzigartigkeit, der sie berührt.

Wie du frei sein kannst

Was du vielleicht noch nicht weisst
Alles, was du brauchst, um aus deinem Arbeitsleben ein Lebenswerk zu machen, steckt bereits in dir.

Auch (erst recht, denn das ist der Trick!) wenn das bedeutet, dich auf Unbekanntes einzulassen, um es zu finden. Out of the Box zu denken. Denn erst, wer sich ins Unbekannte begibt, ist frei.

Die Welt braucht dich, jetzt. Versteck dein Bestes nicht länger vor uns. Mach deinen Unterschied – und steck dein Umfeld an mit deiner Freude, deiner Begeisterung. Mach heute den erste Schritt und sei eine von jenen, die morgens mit einem Lächeln im Gesicht zur Arbeit fahren.

Welche Art von Sicherheit du brauchst

Jetzt ist der Moment, in dem die Vergangenheit Forderungen an die Gegenwart stellt und dich die Zukunft mit offenen Armen empfängt.

Wir haben Menschen gesehen, die ihr Leben lang nach Regeln funktioniert haben, mit denen sie sich nie identifizieren konnten. Die nie etwas geändert haben. Nach der Pensionierung wurden sie krank und starben, noch bevor sie das viele Geld, das sie verdient hatten, ausgeben konnten. Ihr ansehnlicher Kontostand konnte ihnen nicht die Sicherheit geben, die sie sich gewünscht hätten.

Und wir haben das Gegenteil gesehen und sehen es immer wieder: Menschen, die sich aufs Unbekannte eingelassen haben, um sich selbst zu werden. Ein Weg entsteht, indem man ihn geht. Wer in die Fussstapfen anderer tritt, hinterlässt keine eigenen Spuren.

Was ist für dich sicherer? Dein Arbeitsleben in ein erfüllendes Lebenswerk zu verwandeln oder dich im Raum des Systems zu orientieren und wenn du alt bist, zu sagen, du hättest fast einmal einen Traum verwirklicht? Lass dich nicht vom Glauben an eine vermeintliche Sicherheit täuschen. Das, was alle über Sicherheit erzählen: Wie sicher bist du dir, dass das für dich stimmt? Definiere deine Sicherheit wenn nötig für dich neu. Lebe deine Geschichte, die du später einmal gerne erzählst. Jetzt. Fange heute damit an.

Tu es für dich. Und für mich. Und auch für die anderen. Sei eine von uns!

Be it. Do it. Have it. NOW

Brief einer alten Frau – Was sie anders machen würde, wäre sie nochmal jung

Manu

Manu

Infopreneur at joandmanu.com
Sie weiss, dass man alles erschaffen kann, was man will. Sie ist überzeugt, dass sich niemand verbiegen und schon gar nicht zufrieden geben muss mit dem, was ist. Weil immer noch so viel mehr möglich ist.
Manu
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